Dienstag, 14. Mai 2019

Schwedische Parteien setzen auf Atomkraft

Einer Meldung des schwedischen Fernsehens folgend setzen die Moderaterna und die Kristdemokraterna unter Bezug auf eine Publikation der Dagens Nyheter weiter auf Atomkraft. Vertreter beider Parteien sind der Ansicht:

Atomkraft hat ein grosses Potential!

Ein weiterer Aspekt betrifft den geplanten Ausbau der Elektromobilität. Wenn alle in Schweden zugelassenen Autos auf Elektroantrieb umgerüstet würden, entspräche dies einem zusätzlichen Bedarf von 11 TWh pro Jahr. Ausgehend von einer auf 20 Jahre angelegten Umstellung entspricht dies einem jährlich wachsenden Strombedarf von 0,5 TWh. Will man also dieses politische Ziel umsetzen, dann müssen auch schlicht weg die dazu nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. 

Nach wie vor haben die Windkraft wie die Photovoltaik einen Naturgesetz bedingten Webfehler. Beide sind im wahrsten Sinne des Wortes von Wind und Wetter abhängig. Hinzu kommt, dass bei der Übertragung der Elektroenergie von den gerade im Struktur schwachen Lappland entstehenden Windparks in die Ballungsgebiete im Süden Schwedens sehr hohe Verluste entstehen, die der Fachmann auch Blindleistung nennt. Dies Blindleistung, der Name sagt es, ist wahrlich blinde Leistung. Sie wird während der Übertragung in Wärme umgewandelt und trägt damit auch zur Klimaerwärmung bei. Nur vergessen das gern viele Menschen. Hinzu kommt:

Das Netz ist kein Speicher!

Auch wenn das so manche selbst ernannte Weltverbesserer permanent behaupten. Es kann nie ein Speicher sein, weil das Netz im Kern nichts anderes als ein schnödes Stück Kupferkabel ist. Und derjenige, der es schafft, in sagen wir einem Meter Kupferkabel was auch immer zu speichern, der kann sich sehr sehr sicher schon einmal einen guten Anzug für die nächste Nobel Preis Verleihung kaufen. 

So ist durchaus nachvollziehbar, dass beide genannte Parteien, in der Atomkraft genau die Brückentechnologie sehen, um das politische Ziel langfristig nur noch erneuerbare Energie einzusetzen, Realität werden zu lassen. Gibt es doch der Forschung wie der Wirtschaft hinreichend Zeit, dazu auch die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Eine könnte bspw. lauten, endlich wieder Elektroenergie dazu zu erzeugen, wo sie benötigt wird. Das war noch in den 1920er Jahren durchaus üblicher Standard in Schweden. 

Auch ist dieser Ansatz so neu nicht. Steht es doch in Einklang mit der am 10.06.2016 getroffenen Energieöverenskommelsen zwischen Regierung und Opposition. Schweden hat seit Anfang 2015 eine rot grüne Minderheitsregierung.

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