Dienstag, 16. Oktober 2018

Ausländische Studenten scheitern oft in Schweden

Dies geht aus einer Meldung des schwedischen Fernsehens hervor. Die Erklärung ist ganz einfach: Der Universitets- och Högskolrådet sieht seit einiger Zeit etwas genauer hin, was die Benotung angeht. Logisch, dass dann auch das schönste Augenklappern nicht weiter hilft, wenn man eben seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Das war schon zu meiner Zeit so und das ist schon eine Weile her.

Diese Erfahrungen machen momentan viele ausländische Studenten in Schweden, die nicht die hohen Anforderungen des hiesigen Bildungssystems gewohnt sind. Hier ist es vollkommen normal, dass nicht nur die Lehrveranstaltung besucht wird, sondern selbstredend jede freie Minute zum Selbststudium genutzt wird. Dies ist selbst bei so banalen Fortbildungen wie der Ausbildung der Glasriketsguiderna so. So wie hiesige Dozenten einen tollen Job machen, in dem sie an sich selbst hohe Anforderungen stellen, so ist es vollkommen legitim, dass sie diese auch an ihre Studenten stellen, die hier Eleven heissen.

Mit diesem Herangehen stellt der UHR Schluss endlich endlich wieder Dinge vom Kopf auf die Füsse. Es war schon immer so, dass ein universitäres Studium nur die Besten absolvieren. Es war schon immer so, dass Facharbeiter ungeachtet dessen eine hohe Wertschätzung hatten. Es war aber auch schon immer so, dass wer nie was rechtes lernte, ganz unten in der Pyramide zu finden war. Es hat zu keiner Zeit dieser Welt funktioniert, es anders tun zu wollen.

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Diese uralte Erkenntnis sollten bitte Deutsche berücksichtigen, die beabsichtigen, hier in Schweden studieren zu wollen. Ich war erst dieser Tage wieder baff erstaunt, mit welch Leichtfertigkeit so manch deutscher Landsmann durch die Gegend läuft. Obwohl nun schon als Austauschstudent einige Zeit hier, sprach er außer Hej und Hej då kein einziges Wort Schwedisch und auch sein Englisch war nicht gerade das, was man gut geschweige denn sehr gut nennen würde. Da stellt sich dann unweigerlich die Frage, ob es nicht vielleicht sogar ehrlicher für alle Beteiligten ist, zu sagen man verzichte auf das Studium und geht einfach arbeiten?

Arbeit schändet nach wie vor nicht!

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